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André Schnitzke – Immobilienunternehmer und Porsche-Enthusiast

Es gibt keine Zufälle, sondern nur Begegnungen. Der Autor dieses Textes und André Schnitzke haben sich im Drivers & Business Club in München kennengelernt, daher auch das vertraute „Du“, das beide als auto-affine Männer verbindet. Und es war auch kein Zufall, dass André dort in einem der ausgelegten PCLife-Exemplare geblättert und sich sogleich als Porsche Fan „geoutet“ hat.

Interview: Frank Gindler, Fotos: Kunde


PCLife: Nachdem wir uns über das Unternehmen Duken & v. Wangenheim unterhalten haben (siehe Kasten, unten), nun zu dir als Manager, Familienmensch und Porsche-Fahrer: Wann wurde der 911 für dich mehr als einfach nur ein Auto? Was hat dich damals gepackt?

André Schnitzke: Wie bei wahrscheinlich vielen Porsche-Enthusiasten hat es bei mir mit Matchbox-Autos angefangen. Aber ich hatte das Glück, bereits mit 18 Jahren einmal den Schlüssel zu einem Porsche 964 C4 in die Hand zu bekommen. Ich erinnere mich noch heute sehr genau an diesen Moment. Ich habe mich mit ziemlich zittrigen Beinen in dieses Fahrzeug gesetzt. Ich weiß noch, wie schwer die Kupplung ging (lacht). Die Fahrt ging durchs Allgäu, und ich bin damals einige Pässe gefahren. Was mir sofort aufgefallen ist und was mir bis heute nicht aus dem Kopf geht: Du sitzt im Auto und hast diesen Drehzahlmesser direkt vor dir. Und plötzlich merkst du, dass das Auto etwas macht, was andere Autos nicht machen. Es fühlte sich an, als würde das Auto auf einer Schiene fahren. Ich war damals ungefähr eineinhalb Stunden am Steuer. Als ich ausgestiegen bin, wusste ich: Mein Ziel ist es, irgendwann einmal selbst so ein tolles Auto zu besitzen. Ich bin anschließend mit meinem italienischen Fahrzeug nach Hause gefahren und habe mich gefragt: Wann kann ich mir diesen Porsche leisten? (lacht).

PCLife: Porsche ist für viele Menschen eine Marke, die für ein bestimmtes Lebensgefühl steht. Was bedeutet Porsche für dich persönlich? Hat sich diese Bedeutung im Laufe deines Lebens vielleicht verändert? Gibt es eventuell Parallelen zu deinem Metier?

André Schnitzke: Am Anfang war es ganz klar die Perfektion. Vor allem die Kurvenfahrt und das Fahrwerk waren für mich faszinierend. Wenn man damals andere Fahrzeuge gefahren ist, war das im Vergleich teilweise wie eine lahme Ente. Mich hat diese Perfektion begeistert, aber auch die Reduktion. In einem Porsche hat alles einen Sinn. Es gibt nicht zu viele Knöpfe und nicht zu viel, was eigentlich nicht notwendig ist. Gleichzeitig ist dieses unverwechselbare Design einfach wunderschön. Ich finde diese Form und diesen „Body“ bis heute faszinierend. Im Laufe der Zeit kamen dann weitere Verbindungen zu bestimmten Porsche-Modellen hinzu. Ich hatte beispielsweise einmal die Möglichkeit, einen Speedster von einem Freund zu kaufen. Das habe ich damals nicht gemacht und diese Entscheidung jahrelang bereut. Erst rund zehn Jahre später habe ich mir diesen Wunsch erfüllt.

Der erste eigene Porsche? Ein 911 Cabrio, Baujahr 1988.

Ein anderes Beispiel ist ein Projekt, bei dem ich ursprünglich einen Rennwagen auf Basis eines 993 Turbo bauen wollte. Als ich mir dann einen sehr schönen 993 Turbo im Topzustand angesehen habe, dachte ich jedoch: „Um Gottes willen, dieses Auto darf ich überhaupt nicht umbauen. Es muss genau so bleiben.“ Diese Perfektion der Ingenieurskunst hat mich einfach überwältigt.
Porsche vermittelt mir außerdem ein Gefühl von Sicherheit. Es ist etwas Grundsolides und gleichzeitig nicht Übertriebenes. 

Wenn ich das auf Immobilien übertrage, ist ein Porsche für mich wie eine klassische Villa: Sie steht da, sie hat feste Mauern, sie ist solide und hat ihren eigenen Charakter.

Und das Faszinierende war schon immer, dass man mit einem Porsche auf die Rennstrecke fahren konnte und anschließend wieder nach Hause. Man konnte alles auf eigener Achse erledigen.

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PCLife: Du bist Unternehmer, Manager und Familienvater. Welchen Platz hat der Porsche in deinem privaten Leben? Ist er Spielzeug, Leidenschaft oder gibt er dir die Möglichkeit, einfach einmal komplett abzuschalten?

André Schnitzke: Tatsächlich ist er für mich ein Rückzugsort. Wenn ich die Zeit finde, mit dem Porsche zu fahren, ohne Telefon und ohne Ablenkung, einfach auf einer Landstraße eine schöne Fahrt durch die Alpen zu machen, dann ist das für mich heute etwas ganz Besonderes. Gerade das Fahren mit den alten Porsche hat für mich diesen Wert.

PCLife: Erfolg und Porsche werden häufig miteinander verbunden. Ist ein Porsche für dich eher Belohnung oder Ansporn?

André Schnitzke: Gute Frage (lacht). Wenn man es aus eigener Kraft geschafft hat, sich ein solches Fahrzeug zu leisten, dann darf man das sicherlich auch als Belohnung betrachten. Aber gleichzeitig ist ein Porsche auch ein Ansporn für die Zukunft. Die Technik entwickelt sich weiter, und man möchte natürlich auch daran teilhaben und erleben, was als Nächstes kommt. Wenn man sich die Entwicklung des 911 anschaut, ist kein Porsche langsamer geworden. Über das Design kann man diskutieren, aber technisch und qualitativ hat sich die Marke ständig weiterentwickelt.

Ein Porsche ist der Lohn für etwas, das man erreicht hat.

Auf der anderen Seite ist es aber auch ein Ansporn nach dem Motto: Never give up. Man schaut, was man noch besser machen kann. Und genau diese Haltung möchte ich auch auf unser Unternehmen übertragen: Nicht stehen bleiben, sondern sich weiterentwickeln, neue Dinge ausprobieren, mit neuen Technologien wie künstlicher Intelligenz arbeiten und gleichzeitig die Mitarbeiter mitnehmen.

PCLife: Im Immobiliengeschäft geht es um Vertrauen, Emotionen und sehr persönliche Entscheidungen. Erkennst du darin eine Parallele zu Porsche? Könnten beide Welten voneinander lernen?

André Schnitzke: Richtig, das ist eine ganz wesentliche Übereinstimmung: Vertrauen. In der Immobilienbranche müssen unsere Kunden darauf vertrauen können, dass wir als Dienstleister ihre Interessen verstehen und richtig handeln. Bei Porsche ist es letztlich ähnlich. Wenn du mit einem Auto hohe Geschwindigkeiten fährst oder auf der Rennstrecke unterwegs bist, musst du darauf vertrauen können, dass das Fahrzeug funktioniert und sicher ist. Dieses Vertrauen, dass etwas richtig funktioniert, ist für mich eine entscheidende Gemeinsamkeit. Was beide Welten voneinander lernen können, ist vor allem die Werterhaltung. Man muss seinen eigenen Wert und seinen eigenen Kompass behalten. Gerade in Zeiten, in denen sich Märkte stark verändern, ist das entscheidend. Das gilt für Immobilien ebenso wie für Porsche. Die Frage ist immer: Wie weit geht man mit Veränderungen, ohne das Wesentliche aufzugeben?

PCLife: Porsche verbindet Tradition und Innovation. Was fasziniert dich daran gerade als Unternehmer?

André Schnitzke: Ich glaube, dass daraus vor allem Resilienz entsteht. Beständigkeit und Werte zu schaffen, ist eine gewisse Widerstandsfähigkeit gegenüber Veränderungen und schwierigen Märkten. Das erleben wir momentan sowohl in Teilen der Immobilienbranche als auch in der Automobilindustrie.

Team-Immobilien-Duken-Wangenheim

PCLife: Sag‘ bloß, du hast dir einen E-Porsche gekauft?

André Schnitzke: Ich habe tatsächlich seit drei Wochen einen Taycan. Ich habe ihn anstelle eines RS6 gekauft und selbst konfiguriert. Nach ungefähr drei Monaten stand er vor der Tür. Und ich muss sagen: Ich bin unglaublich zufrieden mit dem Auto. Fast jeder, mit dem ich darüber gesprochen habe und der eher ein klassischer Petrolhead ist, hat zunächst gesagt: „Um Gottes willen!“ Aber ich war inzwischen mit dem Taycan auf der Rennstrecke in Hockenheim und habe dort auch das Porsche-Programm mitgemacht. Unter anderem bin ich gegen einen GT3 gefahren. Auch das Thema Laden ist für mich überhaupt nicht so problematisch, wie ich ursprünglich gedacht hätte. Es gibt beispielsweise die Porsche Ladelounges. Du fährst hinein, kannst einen Espresso trinken und bist nach kurzer Zeit wieder unterwegs. Das Auto ist natürlich nicht so schnell wie ein entsprechender Verbrenner auf der Endgeschwindigkeit, aber die Beschleunigung und vor allem der extrem niedrige Schwerpunkt sind beeindruckend. Es ist tatsächlich eine andere Denkweise. Ich sitze unglaublich entspannt im Auto und wenn man Gas gibt, ist das Erlebnis schon ziemlich abgefahren.

PCLife: Du bist Familienvater. Gibt es einen Porsche-Moment, der dich besonders mit deiner Familie verbindet – vielleicht eine Reise, eine Ausfahrt oder eine Erinnerung, die dir bis heute geblieben ist?

André Schnitzke: Mit einem 911er ist es natürlich ein bisschen schwierig, wenn man zu viert unterwegs sein möchte. Als die Kinder noch klein waren, ging es aber. Unser Lieblingsauto ist tatsächlich das 1988er Cabrio. Wenn wir zu viert darin sitzen, hat das eine ganz besondere Atmosphäre. Dieser Geruch von damals, das alte Auto, die Sonne – und die Kinder sagen immer, dass es sich anhört wie ein Käfer. Wenn die Sonne hereinscheint und wir gemeinsam durch München oder anderswo fahren, ist das für uns ein echtes Highlight. Das ist etwas sehr Nostalgisches. Wir machen das auch heute noch. Einfach zusammen im Cabrio sitzen, ohne Hektik durch die Gegend fahren, lachen und schöne Musik hören. Das ist für mich ein ganz besonderer Porsche-Moment mit meiner Familie.

PCLife: Wenn du einem Menschen, der mit Porsche bisher überhaupt nichts anfangen kann, in wenigen Worten erklären müsstest, warum dich diese Marke so fasziniert – was würdest du sagen?

André Schnitzke: Perfektion!

PCLife: Bist du eigentlich ein typischer Clubmensch? Und wenn ja: Könntest du dir vorstellen, deine Freizeit mit gleichgesinnten Porsche Enthusiasten zu verbringen?

André Schnitzke: Ehrlich gesagt: ja. Ich bin ein sehr offener Typ und glaube, dass mir das grundsätzlich viel Spaß machen würde. Das Problem ist nur die Zeit. Ich bin die ganze Woche über sehr stark mit meinen Kunden beschäftigt. Wir versuchen wirklich, ihnen eine umfassende Dienstleistung zu bieten. Dadurch bleibt für viele andere Aktivitäten leider nicht immer genügend Zeit. Aber grundsätzlich könnte ich mir das sehr gut vorstellen – genauso wie Rennstreckentermine oder gemeinsame Veranstaltungen mit Porsche Enthusiasten.

PCLife: Angenommen, du hättest einen einzigen Tag komplett frei: keine Termine, kein Telefon, keine Verpflichtungen. Mit welchem 911er würdest du wohin fahren? Du darfst dir den Porsche (auch) ausleihen – musst ihn also nicht extra kaufen …

André Schnitzke: Ich würde zu RUF fahren. Dort gibt es ein gelbes Auto, das mich besonders interessiert. Ich habe mich erst vor ein paar Tagen wieder mit dem Thema beschäftigt. Das Fahrzeug, das ich mir aussuchen würde, wäre der Yellowbird. Er war 1987 eines der schnellsten Fahrzeuge (Anm.d.Red. Basis Porsche 911, Carrera 3.2) überhaupt. 

PCLife: Und wohin würde die Reise gehen?

André Schnitzke: Ich würde über einen Pass in die Alpen fahren, Mittenwald, auf der anderen Seite wieder hinunter – das wäre die richtige Tour.

PCLife: Ich sage 911-mal Danke.

 

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Die beiden Bereiche sind bewusst getrennt: So lässt sich das Know-how gezielt auf die jeweiligen Regionen ausrichten. Besonders im Münchner Süden zählen regionale Verwurzelung und ein Verständnis für die bayerische Mentalität.
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Von der Vermarktung über architektonische und juristische Fragen bis zur Abwicklung und Übergabe: Duken & von Wangenheim versteht Immobilienvermittlung als ganzheitliche Dienstleistung und begleitet seine Kunden durch den gesamten Prozess.
Kontinuität. Vertrauen. Qualität.
Eine Philosophie, die André Schnitzke auch mit der Porsche-Welt verbindet: langfristige Beziehungen, Verlässlichkeit und ein hoher Anspruch an die Dienstleistung.